Toolbox

Learn how to learn​.

Was ist Toolbox?

Wie bewältigt man erhebliche Stoffmengen so, dass man nach den Klausuren nicht alles vergisst?

Wie kann man seine Lernzeit reduzieren und seine Lernleistung gleichzeitig erhöhen?

Wie vollzieht sich eigentlich konkret der Lernprozess im Gehirn?

Was hat es konkret mit vernetztem Lernen auf sich?

Wie sollte man am besten Wiederholungseinheiten konzipieren?

Wie sollte man auf gar keinen Fall lernen?

Fragen, die man sich selten während des Studiums stellt. Entweder investiert man seine gesamte Zeit in die Bewältigung des Stoffes oder denkt, dass ausbleibende Erfolge ausschließlich am fehlenden inhaltlichen Verständnis liegen.

Doch spätestens fragt man sich während der Examensvorbereitung, welche Maßnahmen es gibt, um den Stoff besser aufzunehmen und im Gedächtnis zu behalten.

Dann werden diese Fragen plötzlich dringend.

Doch gerade zu diesem Zeitpunkt hat man nicht die Zeit, sich neben juristischer Fachliteratur, Probeklausuren und wichtigem Ausgleich in dem unübersichtlichen Feld von Informationen zu Lernmethodik zurechtzufinden.

Wir nehmen uns diese Zeit für dich und thematisieren bei der InterAct Law Toolbox wie Lernen funktioniert.

 

Was nimmst Du bei Toolbox mit?

Lernpsychologie

Wir sprechen mit Experten*innen, die sich mit Lernpsychologie befassen, um euch ein grundlegendes Verständnis davon zu vermitteln, was der Stand der Wissenschaft hinsichtlich des optimalen Lernens ist.

Lernmethodik

Jurastudierende, die dank erfolgreicher Lernmethoden Prädikatsexamina im staatlichen Teil geschrieben haben, geben uns detaillierte Einblick in ihre Lernmethoden während des Grundstudiums und der Examensvorbereitung.

Spaß am Lernen

Durch die Kombination aus abstraktem Verständnis und umfassender Bandbreite von konkreten Werkzeugen soll eure Zufriedenheit mit eurem Studium nachhaltig gesteigert werden.

Die InterAct Law - Toolbox

Deine Anlaufstelle für ideales Lernen.
Hier haben wir alle Materialien gesammelt, die uns unsere Gäste mitgebracht haben. Schau dich um!

Lernstrategie

Das richtige Lernen ist mehr als nur eine Geschmacksfrage.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Fünf „Lernexperimente“, Pomodoro-Technik, 3D-Lernen, Mind-Maps, Lern-Dates.
    Findest du hier.
  • Examen ohne Rep, Lernpläne aufstellen, Gestaltung Examens-AG
    Findest du hier.
  • Karl-Friedrich Lenz zur Lernstrategie, spannend insbesondere Kapitel zum Haftschen Normalfalldenken und zu Stil und Argumentation
    Findest du hier.
  • Pomodoro-Timer
    Findest du hier.
  • Pomodoro-Timer App, gamifizierend, strenger
    Findest du hier.
  • Besonders wichtig ist die Gründung einer Lerngruppe. Durch regelmäßige Treffen wird ein strukturiertes Forum für Wiederholungseinheiten etabliert und man verbleibt nicht in der eigenen bubble von Lernmaterialien.
  • Sehr hilfreich sind Fallbesprechungen im Gutachtenstil. Dies schult nicht nur grundsätzlich eine saubere Herangehensweise an die Falllösung, sondern schafft eine sichere Basis für die mündliche Prüfung.
  • Zudem sollte während der Fallbesprechung der Fokus auf den folgenden Kernfragen liegen: Wo ist das entscheidende Problem und dessen exakter Prüfungsstandort? Inwieweit helfen mir Auslegungsmethoden? Aus welchen grundlegenden Billigkeitserwägungen lässt sich ein fundiertes Argument formen?
  • Des Weiteren sollten anstelle umfassender Fälle viele kleine gelöst werden. Dies beruht auf der Überlegung, dass man sich während der Nachbereitung bei komplexen Fällen schlechter zurechtfindet und die Nachbereitung nicht den Großteil des Lerntages ausmachen sollte.
  • Hinsichtlich der Gewichtung von abstrakter Wissensaufnahme (durch Lehrbücher/Skripten) und Fallübung sollte der Grundsatz „Jura üben und nicht bloß lernen“ gelten. Um abstrakt aufgenommenes Wissen nicht nur im Gedächtnis zu verankern, sondern dessen Verständnis zu gewährleisten, sollten vor allem Fälle gelöst werden.
  • Da es letztendlich auf Systemverständnis ankommt, sollte im Rahmen der abstrakten Wissensaufnahme außerdem „Mut zum Überblick“ vorhanden sein.
  • Wenn möglich sollte man vor der Examensvorbereitung ein kompaktes Lehrbuch zurate ziehen, um ein Systemverständnis zu schaffen.
  • Um Lerninhalte im Gedächtnis zu behalten, bedarf es Wiederholungseinheiten des jeweiligen Lerntages, der Lernwoche und des Lernmonats. Die „Kurve des Vergessens“ nach Prof. Dr. Ebbinghaus erläutert grundlegend die Dringlichkeit von Wiederholungseinheiten.
  • Zudem speichert das Gedächtnis die mit dem Lernen selbst verbundenen Emotionen insbesondere in Bezug auf das Ende jeder Lerneinheit unbewusst ab. Um die eigene Wahrnehmung des Lernens und dessen Effizienz zu steigern, sollte das Ende des Lerntages nicht bis zur Erschöpfung ausgereizt werden. Vielmehr gilt der Grundsatz „Aufhören, wenn es am schönsten bzw. effizientesten ist.“
  • Fallübung sollte durch regelmäßiges Schreiben und Gliedern von Klausuren ohne Hilfsmittel geübt werden. Es sollte dabei auf eine Vielfalt von Quellen geachtet werden. Andernfalls läuft man Gefahr, abstrakte Probleme ausschließlich mit bestimmten Fallkonstellationen zu assoziieren.
  • Die Nachbereitung sollte darüber hinaus so zeitnah wie möglich erfolgen, da das Zurechtfinden in der Falllösung mit fortschreitender Zeit schwerer fällt und sich dies wiederum negativ auf das Problemverständnis auswirkt.

Toolbox von Johanna Lange

  • ‘Jurastudium erfolgreich‘ von Barbara Lange
  • Loci-Methode, Gedächtnispalast
    Findest du
    hier.
  • Mindmaps zum Überblick, was eigentlich das Relevante an dem Rechtsgebiet ist
  • Lernstrategien von Lenz
  • Wichtig ist, dass man immer im Gesetz mitliest, dort selbstständig versucht, die Tatbestände und Rechtsfolgen herauszulesen und auch links und rechts der Norm schaut, um A die Systematik nicht außen vor zu lassen und B Legaldefinitionen nicht zu übersehen. Vieles kann man sich aus dem Gesetz erschließen und braucht dieses dann eben nicht mehr stumpf auswendig zu lernen.

Lernpläne

Die knappe Zeit der (Examens-)Klausurvorbereitung optimal nutzen.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Rechtsgebiete und Themen in 120 Lerneinheiten
    Findest du hier.
  • Weitere Beispiel-Lernpläne
    • der Uni Freiburg findest du hier.
    • der Uni München findest du hier.
    • der Uni Hamburg findest du hier.
  • Weitere Lernpläne auch bei
    Deppner/Feihle et al., Examen ohne Repetitor: Leitfaden für eine selbstbestimmte und erfolgreiche Examensvorbereitung, 4. Aufl. 2017, S. 242

Toolbox von Johanna Lange

  • (Monats-)Kalender zum Planen
    Findest du hier.
  •  ‘Studienführer Jura’ von Ronja Serena Spießer
  • Studienverlaufsplan
    Findest du hier.
  • Ordnungen, Regelungen und Gesetze im Zusammenhang mit dem Studium
    Findest du hier

Lerninhalte

Gezielt den richtigen Fokus bei der Auswahl des Lernmaterials setzen.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Rechtsprechung für ExamenskandidatInnen, gutachterlich aufbereitet, unter Berücksichtigung der Literaturmeinungen, Verknüpfung mit Grundlagen
    Findest du hier.
  • Fallorientiertes Lehrbuch, besonders verständlich, Grundlagen herleitend; für kleine Übung, große Übung und Examen
    Findest du hier.
  • 22 Examensklausuren im Zivilrecht, besonders Anschaulich: Grafiken und Wiederholung von Basics)
    Findest du hier.
  • Äquivalent im Strafrecht
    Findest du hier.
  • Äquivalent im Öffentlichen Recht
    Findest du hier und hier.
  • Überblick von Online Lernmaterialien im Erscheinen in HanLR 04/2020

Toolbox von Johanna Lange

  • Lehrbücher
    • Leipold für BGB AT
    • Wessels/Beulke/Satzer für StR AT
    • Epping für GR
  • Crashkurse von JuraOnline im BGB AT
    Findest du hier und hier.
  • Altklausuren aus dem Klausurenpool der Fachschaft
    Findest du hier.
  • Vorlage für die Hausarbeit
    Findest du hier.

Mentale Gesundheit

Den optimalen Ausgleich zu den stressigen Lernphasen finden.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Atemübung nach den Wim Hof-Methode, extrem beruhigend, kopfklärend, Ruhe ritualisierend
    Findest du hier.
  • Man sollte sich nicht durch abgefahrene Sachverhalte verunsichern lassen. Vielmehr sollte man sich vergegenwärtigen, dass die Lösungsskizze eine höhere Fehlerakzeptanz aufweist, unabhängig vom Ergebnis eine strukturierte Argumentationsphantasie gewichtet und der Großteil mit denselben Problemen kämpft.

Toolbox von Johanna Lange

  • Binaurale Beats zum Einschlafen
    Findest du hier.
  • Es ist total egal, welche Noten eure Freunde oder auch andere Kommilitonen haben. Ihr müsst auch nicht alles zweistellig schreiben oder eure utopischen Notenziele erreichen. Das Jurastudium ist ein Marathon, kein Sprint. Ihr müsst sehr lange durchhalten. Also verbraucht eure ganze Kraft nicht im 1. Semester und hört auf euren Körper, wenn er eine Pause braucht. Es nützt niemandem etwas, wenn man nach den ersten Semestern so ausgelaugt ist, dass man keinen Spaß mehr an dem Fach hat und ihr dann nur aus dem Grund das Studium abbrecht. Außerdem ist anderen Leuten helfen keine Schande – werdet bitte nicht zu den Jurist*innen, die Seiten aus Büchern rausreißen und Kommentare verstecken.

Lernstrategie

Lernpläne

Das richtige Lernen ist mehr als nur eine Geschmacksfrage.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Fünf „Lernexperimente“, Pomodoro-Technik, 3D-Lernen, Mind-Maps, Lern-Dates.
    Findest du hier.
  • Examen ohne Rep, Lernpläne aufstellen, Gestaltung Examens-AG
    Findest du hier.
  • Karl-Friedrich Lenz zur Lernstrategie, spannend insbesondere Kapitel zum Haftschen Normalfalldenken und zu Stil und Argumentation
    Findest du hier.
  • Pomodoro-Timer
    Findest du hier.
  • Pomodoro-Timer App, gamifizierend, strenger
    Findest du hier.
  • Besonders wichtig ist die Gründung einer Lerngruppe. Durch regelmäßige Treffen wird ein strukturiertes Forum für Wiederholungseinheiten etabliert und man verbleibt nicht in der eigenen bubble von Lernmaterialien.
  • Sehr hilfreich sind Fallbesprechungen im Gutachtenstil. Dies schult nicht nur grundsätzlich eine saubere Herangehensweise an die Falllösung, sondern schafft eine sichere Basis für die mündliche Prüfung.
  • Zudem sollte während der Fallbesprechung der Fokus auf den folgenden Kernfragen liegen: Wo ist das entscheidende Problem und dessen exakter Prüfungsstandort? Inwieweit helfen mir Auslegungsmethoden? Aus welchen grundlegenden Billigkeitserwägungen lässt sich ein fundiertes Argument formen?
  • Des Weiteren sollten anstelle umfassender Fälle viele kleine gelöst werden. Dies beruht auf der Überlegung, dass man sich während der Nachbereitung bei komplexen Fällen schlechter zurechtfindet und die Nachbereitung nicht den Großteil des Lerntages ausmachen sollte.
  • Hinsichtlich der Gewichtung von abstrakter Wissensaufnahme (durch Lehrbücher/Skripten) und Fallübung sollte der Grundsatz „Jura üben und nicht bloß lernen“ gelten. Um abstrakt aufgenommenes Wissen nicht nur im Gedächtnis zu verankern, sondern dessen Verständnis zu gewährleisten, sollten vor allem Fälle gelöst werden.
  • Da es letztendlich auf Systemverständnis ankommt, sollte im Rahmen der abstrakten Wissensaufnahme außerdem „Mut zum Überblick“ vorhanden sein.
  • Wenn möglich sollte man vor der Examensvorbereitung ein kompaktes Lehrbuch zurate ziehen, um ein Systemverständnis zu schaffen.
  • Um Lerninhalte im Gedächtnis zu behalten, bedarf es Wiederholungseinheiten des jeweiligen Lerntages, der Lernwoche und des Lernmonats. Die „Kurve des Vergessens“ nach Prof. Dr. Ebbinghaus erläutert grundlegend die Dringlichkeit von Wiederholungseinheiten.
  • Zudem speichert das Gedächtnis die mit dem Lernen selbst verbundenen Emotionen insbesondere in Bezug auf das Ende jeder Lerneinheit unbewusst ab. Um die eigene Wahrnehmung des Lernens und dessen Effizienz zu steigern, sollte das Ende des Lerntages nicht bis zur Erschöpfung ausgereizt werden. Vielmehr gilt der Grundsatz „Aufhören, wenn es am schönsten bzw. effizientesten ist.“
  • Fallübung sollte durch regelmäßiges Schreiben und Gliedern von Klausuren ohne Hilfsmittel geübt werden. Es sollte dabei auf eine Vielfalt von Quellen geachtet werden. Andernfalls läuft man Gefahr, abstrakte Probleme ausschließlich mit bestimmten Fallkonstellationen zu assoziieren.
  • Die Nachbereitung sollte darüber hinaus so zeitnah wie möglich erfolgen, da das Zurechtfinden in der Falllösung mit fortschreitender Zeit schwerer fällt und sich dies wiederum negativ auf das Problemverständnis auswirkt.

Toolbox von Johanna Lange

  • ‘Jurastudium erfolgreich‘ von Barbara Lange
  • Loci-Methode, Gedächtnispalast
    Findest du
    hier.
  • Mindmaps zum Überblick, was eigentlich das Relevante an dem Rechtsgebiet ist
  • Lernstrategien von Lenz
  • Wichtig ist, dass man immer im Gesetz mitliest, dort selbstständig versucht, die Tatbestände und Rechtsfolgen herauszulesen und auch links und rechts der Norm schaut, um A die Systematik nicht außen vor zu lassen und B Legaldefinitionen nicht zu übersehen. Vieles kann man sich aus dem Gesetz erschließen und braucht dieses dann eben nicht mehr stumpf auswendig zu lernen.

Die knappe Zeit der (Examens-)Klausurvorbereitung optimal nutzen.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Rechtsgebiete und Themen in 120 Lerneinheiten
    Findest du hier.
  • Weitere Beispiel-Lernpläne
    • der Uni Freiburg findest du hier.
    • der Uni München findest du hier.
    • der Uni Hamburg findest du hier.
  • Weitere Lernpläne auch bei
    Deppner/Feihle et al., Examen ohne Repetitor: Leitfaden für eine selbstbestimmte und erfolgreiche Examensvorbereitung, 4. Aufl. 2017, S. 242

Toolbox von Johanna Lange

  • (Monats-)Kalender zum Planen
    Findest du hier.
  •  ‘Studienführer Jura’ von Ronja Serena Spießer
  • Studienverlaufsplan
    Findest du hier.
  • Ordnungen, Regelungen und Gesetze im Zusammenhang mit dem Studium
    Findest du hier

Lerninhalte

Mentale Gesundheit

Gezielt den richtigen Fokus bei der Auswahl des Lernmaterials setzen.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Rechtsprechung für ExamenskandidatInnen, gutachterlich aufbereitet, unter Berücksichtigung der Literaturmeinungen, Verknüpfung mit Grundlagen
    Findest du hier.
  • Fallorientiertes Lehrbuch, besonders verständlich, Grundlagen herleitend; für kleine Übung, große Übung und Examen
    Findest du hier.
  • 22 Examensklausuren im Zivilrecht, besonders Anschaulich: Grafiken und Wiederholung von Basics)
    Findest du hier.
  • Äquivalent im Strafrecht
    Findest du hier.
  • Äquivalent im Öffentlichen Recht
    Findest du hier und hier.
  • Überblick von Online Lernmaterialien im Erscheinen in HanLR 04/2020

Toolbox von Johanna Lange

  • Lehrbücher
    • Leipold für BGB AT
    • Wessels/Beulke/Satzer für StR AT
    • Epping für GR
  • Crashkurse von JuraOnline im BGB AT
    Findest du hier und hier.
  • Altklausuren aus dem Klausurenpool der Fachschaft
    Findest du hier.
  • Vorlage für die Hausarbeit
    Findest du hier.

Den optimalen Ausgleich zu den stressigen Lernphasen finden.

Toolbox von Maximilian Nussbaum

  • Atemübung nach den Wim Hof-Methode, extrem beruhigend, kopfklärend, Ruhe ritualisierend
    Findest du hier.
  • Man sollte sich nicht durch abgefahrene Sachverhalte verunsichern lassen. Vielmehr sollte man sich vergegenwärtigen, dass die Lösungsskizze eine höhere Fehlerakzeptanz aufweist, unabhängig vom Ergebnis eine strukturierte Argumentationsphantasie gewichtet und der Großteil mit denselben Problemen kämpft.

Toolbox von Johanna Lange

  • Binaurale Beats zum Einschlafen
    Findest du hier.
  • Es ist total egal, welche Noten eure Freunde oder auch andere Kommilitonen haben. Ihr müsst auch nicht alles zweistellig schreiben oder eure utopischen Notenziele erreichen. Das Jurastudium ist ein Marathon, kein Sprint. Ihr müsst sehr lange durchhalten. Also verbraucht eure ganze Kraft nicht im 1. Semester und hört auf euren Körper, wenn er eine Pause braucht. Es nützt niemandem etwas, wenn man nach den ersten Semestern so ausgelaugt ist, dass man keinen Spaß mehr an dem Fach hat und ihr dann nur aus dem Grund das Studium abbrecht. Außerdem ist anderen Leuten helfen keine Schande – werdet bitte nicht zu den Jurist*innen, die Seiten aus Büchern rausreißen und Kommentare verstecken.

Rückblick

Hier findest Du eine Galerie mit den Rückblicken auf unsere bisherige Toolbox - Veranstaltungen. Dort findest du auch stets die Materialien, die uns der jeweilige Gast mitgebracht hat.

4. Toolbox (Online-)Veranstaltung vom 01. September 2021

Toolbox mit Thies Wahnschaffe

Doktorand am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Sozialrecht von Prof. Dr. Hermann Butzer sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Wir haben uns sehr darüber gefreut, Thies am 1. September als Gast begrüßen zu dürfen! Thies ermöglichte uns einen fundierten Einblick in seine Examensvorbereitung und teilte seine wertvollen Tipps mit uns und euch. Wir danken allen Zuschauer*innen und haben uns über eure vielen Fragen gefreut.

 

Zum Download dieser Liste geht es hier.
 

Ratschläge für die Examensvorbereitung an sich

  1. Wichtig ist es, auf sein Studium zurückzublicken und festzustellen, wie man mit welchen Mitteln am effektivsten gelernt hat – z.B. die Standard-Abwägung zwischen Vorlesung oder AG. Daneben kann es auch hilfreich sein, Kommiliton:innen zu fragen, wie sie ihre Examensvorbereitung gestalten wollen. Dabei sind auch finanzielle Aspekte zu berücksichtigen. Die Entscheidung über die Examensvorbereitung ist nicht in Stein gemeißelt und zu einem späteren Zeitpunkt immer noch abänderbar.
  2. Für einen eigenen Lernplan kann man sich grundsätzlich an den Jahresplänen der kommerziellen Repetitorien orientieren. Dies gilt vor allem hinsichtlich der Reihenfolge der Rechtsgebiete und der Zeit, die man auf die einzelnen Rechtsgebiete aufwenden sollte. Weiterhin kann man ebenfalls Absolvent:innen fragen, die ihr Examen ohne kommerzielles Repetitorium gemeistert haben. Fälle könnt Ihr aus Zeitschriften wie der JuS oder aus dem Uni-Repetitorium heranziehen. Als Abwechslung im Lerntag können Podcasts und Mindmaps eine wichtige Rolle spielen. Ich habe bspw. den Podcast von Lorenz gehört. Zum Ende der Examensvorbereitung hin sollte examensrelevante Rechtsprechung eine größere Rolle spielen.

Tipps für die Lerngruppe

Spätestens zur Examensvorbereitung sollte man sich mit der Möglichkeit einer Lerngruppe auseinandersetzen. Die optimale Stärke einer Lerngruppe liegt bei vier Personen, welche sich anfangs einmal, später zwei Mal die Woche treffen. Auch wenn die tatsächlichen Examenstermine der einzelnen Gruppenmitglieder auseinanderfallen können, kommt es gerade auf die Anfangszeit – das erste halbe bis dreiviertel Jahr – an, in der man zusammenhält und sich einen Überblick über den Stoff verschafft. Hierbei sollte man sich in der Lerngruppe möglichst früh am Tag treffen, um für die Uhrzeiten, zu denen Examensklausuren geschrieben werden, gewappnet zu sein. Inhaltlich kann sich die Lerngruppe erstmal am Stoff eines kommerziellen Repetitoriums orientieren, wobei später auch Fälle aus bereits behandelten Rechtsgebieten gelöst werden sollten.

Ratschläge, wie Ihr den Lerntag gestalten könnt

Am Anfang eines jeden Lerntages solltet Ihr Euch fragen, was Ihr an diesem Tag schaffen wollt. Wenn Ihr diese ungefähren Ziele formuliert habt, fällt es leichter, diese im Laufe des Tages abzuhaken und so seinen Lernfortschritt pro Tag zu kontrollieren. Nach Erreichen eines Ziels sollte intuitiv eine Pause eingelegt werden. Um das Wissen im Langzeitgedächtnis zu festigen sind Fälle unabdingbar, welche den Stoff thematisch aufgreifen. Dabei spielen wie oben bereits erwähnt Wiederholungseinheiten eine wichtige Rolle.

  1. Auch bei Eurem Lerntag sollte sich der Beginn ungefähr an den Examensklausuren orientieren. Ideal scheint es – auch um mal ausschlafen zu können – zwischen 8 und 9 Uhr anzufangen. Unabhängig davon wie Euer Lerntag läuft, sollte dieser spätestens um 16 Uhr beendet werden. Achtet darauf, dass Ihr eine reine Lernzeit von sechs Stunden nicht überschreitet. Stellt Euch die Examensvorbereitung als eine Vorbereitung auf Euer späteres Arbeitsleben vor. Dieses besteht aus einer Fünf-Tage-Woche, von dem Ihr Euch nicht einfach (vor allem nicht grundlos) frei nehmen könnt.
  2. Nach einem vollen Lerntag sollte sich Zeit für die eigene Regeneration genommen werden. Als Faustregel gilt, dass alles was Energie kostet, unterlassen werden sollte. Was nicht heißt, dass man sich nicht mehr mit Freund:innen treffen kann. Wenn Euch soziale Interaktionen keine Energie kosten oder sogar Energie liefern, ist es in jedem Fall ein gelungener Ausgleich. Hobbys können und sollten als Ausgleich fungieren. Am Ende des Tages ist es wichtiger, das Burnout-Risiko so gering wie möglich zu halten. Dafür können Sport oder musikalische Aktivitäten eine unfassbar wichtige Komponente darstellen.
    Wenn es mal gar nicht läuft, geht Ihr am besten kurz spazieren oder trefft Euch mit Freund:innen auf einen Kaffee, bei denen Ihr Euch dann mal auskotzen könnt. Versucht danach unbedingt, noch weiter zu arbeiten, um zu gucken, ob es nicht doch läuft. Wenn es dann immer noch nicht laufen sollte: ab nach Hause und Netflix (andere Streaming-Dienste sind auch denkbar) gucken.

Examensklausuren – die Voraussetzung für ein gelungenes Examen

  1. Im Laufe der Examensvorbereitung muss man sich mit der Frage auseinandersetzen, wann man sich „zum Examen“ anmeldet. Dieser Zeitpunkt liegt ungefähr ein halbes Jahr vor den Klausuren, was die Frage aufwirft, in welchem Durchgang man schreiben möchte. Grundsätzlich gilt, dass man sich nie sicher fühlen wird, alles zu wissen oder generell bereit zu sein. Die Frage sollte nicht „Wann kann ich schreiben?“ sondern vielmehr „Wann möchte ich schreiben?“ lauten. Ein entscheidender Faktor ist hierbei auch, wie lange man das konzentrierte Lernen aufrechterhalten kann. Denn es gibt einen Punkt, an dem der Körper einfach nicht mehr kann. Auch hier gilt, das Burnout-Risiko so gering wie möglich zu halten. Deswegen kann es für einige auch keine Erleichterung sein, abzuschichten, und so die fordernde Examenssituation zwei Mal zu erleben.
  2. In den letzten Wochen vor den Examensklausuren sind Anspannung und ein gewisser Grad an Panik vollkommen normal. Um vor der aufsteigenden Gruppenpanik zu flüchten, kann ein Ortswechsel – z.B. zu den Eltern – helfen. Zudem sollte drei Wochen vor den Examensklausuren der Schlafrhythmus so angepasst werden, dass Ihr um 07:30 Uhr bereit für eine Klausur seid. Zwischen den Klausuren sollte der Fokus auf Entspannung und nicht auf erneutes Wiederholen des Stoffes gelegt werden.
    Wie auch generell in der Examensvorbereitung gilt in den letzten Wochen vor den Klausuren besonders, aus den Fehlern gelernt zu haben. Selbst wenn Euch in der Examensklausur ein Fehler unterlaufen sollte, geht davon nicht die Welt unter. Das Leben geht weiter, es ist nur der berufliche Teil des Lebens und im Endeffekt haben es schon ganz andere geschafft. Es gibt immer noch einen Zweitversuch. Die Statistik (Jahresbericht des LJPA) zeigt, dass es spätestens da klappt. Die Anzahl der Leute, die endgültig durchfallen, ist äußerst gering.

Mündliche Prüfung

In Vorbereitung auf die mündliche Prüfung kommt es weniger auf das materielle Recht an. Vielmehr muss das mündliche Falllösen geübt werden. Denn in der Prüfung werdet Ihr Euch in einer Situation wiederfinden, in der Ihr mit Pistole auf der Brust, in angespannter Situation, schnell verbalisieren müsst. Übt daher in Eurer Lerngruppe eher kleinere Fälle, wobei eine Person die Prüfer:innen-Rolle einnimmt. Nutzt auch etwaige Simulations-Angebote von der Fakultät oder von extern.

Was kann aus den Ratschlägen für die Examensvorbereitung schon für das Grundstudium gezogen werden?

Die Ratschläge und Überlegungen für die Examensvorbereitung finden in ihrem Kern bereits für das Grundstudium Anwendung. Findet in dieser Zeit Euren Lerntyp. Wenn Euch bestimmte Veranstaltungen nichts bringen, besucht diese nicht weiter, sondern nutzt die Zeit effektiv. Neben den gängigen Tipps wie den Schwabefallbüchern steht ein Rat im Vordergrund: Genießt Euer Studium und sammelt Energie. Die Examensvorbereitung wird noch anstrengend genug.

3. Toolbox (Online-)Veranstaltung vom 03. Mai 2021

Toolbox spezial: Ratschläge eines Repetitors mit Dr. David Marski

Repetitor und Autor bei Alpmann Schmidt sowie freier Mitarbeiter bei den Rechtsanwälten beim BGH Prof. Dr. Reinelt & Dr. Genius